Holzleichtbeton-Elemente aus RC-Sanden und Holzreststoffen für den seriellen Wohnungsbau

Mit dem Projekt entwickelt HABAU Deutschland im Rahmen mit dem IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar sowie der Heinz Werner GmbH Aschara als Projektpartner und unter eigener Projektkoordination neue Holzleichtbeton-Elemente für den seriellen Wohnungsbau, die Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und industrielle Fertigung zusammenbringen. Ziel ist es, eine zukunftsfähige Alternative zu konventionellen Produkten aus Porenbeton oder Gipswerkstoffen zu schaffen.
Die Basis bilden recycelte RC-Betonbruchsande, aufbereitetes Altholz und Holzreststoffe sowie zementreduzierte Bindemittel auf Basis kalzinierter Tone. Damit werden energie- und ressourcenschonende Alternativen entwickelt, die gleichzeitig zur Reduzierung von CO₂-Emissionen im Bauwesen beitragen.
Damit Holzreststoffe sicher im Beton eingesetzt werden können, durchlaufen sie definierte Aufbereitungsschritte – von der Sortierung nach Holzarten und der Entfernung von Fremdstoffen wie Metallen, Kunststoffen, Nägeln, Schrauben und Farben über das Schreddern, Trocknen, Sieben und Klassieren bis hin zur Imprägnierung bzw. Veredlung. Ergänzend werden die Holzbestandteile chemisch modifiziert, um das Wasseraufnahmevermögen sowie das Quell- und Schwindverhalten gezielt zu beeinflussen.
Vor dem Hintergrund der Energiewende und des künftig erwarteten Wegfalls sekundärer Ersatzrohstoffe werden geeignete, CO₂-arme Stoffsysteme benötigt. In diesem Zusammenhang gelten künstliche Puzzolane als besonders aussichtsreich.
Ziel der Forschung ist es, den Zement im Holzleichtbeton um bis zu 30 Prozent durch kalzinierte Tone zu ersetzen und so einen weiteren Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Bauindustrie zu leisten.
Das vom Freistaat Thüringen und der Thüringer Aufbaubank geförderte Vorhaben wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.
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