20. März 2026 — Forschung
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Holzleichtbeton und FlashPuzz: Forschung an neuen Materiallösungen für eine nachhaltigere Bauweise
HABAU Deutschland baut seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich nachhaltiger Baustoffe weiter aus. In zwei geförderten Projekten arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie in Thüringen an innovativen Lösungen für eine ressourcenschonende und CO₂-reduzierte Bauweise.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Holzleichtbeton-Elementen für den seriellen Wohnungsbau. Ziel ist es, energie- und ressourcenschonende Alternativen zu konventionellen Bausystemen zu schaffen. Zum Einsatz kommen recycelte RC-Sande, aufbereitetes Altholz sowie zementreduzierte Bindemittel auf Basis kalzinierter Tone. Parallel wird daran gearbeitet, den Zementanteil im Material um bis zu 30 Prozent zu reduzieren.
Ergänzend dazu wird im Projekt „FlashPuzz“ an ressourcenschonenden Fertigteilen auf Basis flash-kalzinierter, künstlich getemperter Puzzolane aus Thüringen geforscht. Ziel ist es, den Einsatz von Portlandzementklinker zu verringern und damit die CO₂-Emissionen in der Betonproduktion deutlich zu senken. Hintergrund ist unter anderem die künftig eingeschränkte Verfügbarkeit klassischer Zusatzstoffe wie Flugaschen und Hüttensande.
„Wir stehen vor der Aufgabe, Baustoffe neu zu denken – sowohl in Bezug auf Ressourcen als auch auf CO₂-Emissionen. Unser Anspruch ist es, diese Lösungen in die industrielle Anwendung zu bringen.“
Marcel Keilholz, Leiter Forschung und Entwicklung bei HABAU Deutschland
Wir arbeiten in den Projekten mit dem IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar, der Bauhaus-Universität Weimar, der Heinz Werner GmbH Aschara sowie die Adelheid Meißner GmbH Gera zusammen. Das vom Freistaat Thüringen und der Thüringer Aufbaubank geförderte Vorhaben wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.